Willkommen in meiner Nano-Brauerei !

Im Winter braue ich unser Bier im Wintergarten, da es für die Fermentierung im LAB zu kalt ist.




Man benötigt Wasser, Malz, Hopfenpellets und ein Tütchen obergärige Hefe (11g). (Und eventuell einen Löffel Zucker.)

Stufe 1.) Die Kocherei
Auf 10 Liter Wasser kommen 2,5 kg geschrotetes Malz. Für den Anfang ist das die richtige Menge. Ich bevorzuge halb Roggen halb Weizen.
Sobald das Wasser auf Raumtemperatur erwärmt ist schüttet man das Malz hinzu und beginnt zu rühren. Das ist am Anfang schwieriger, wird aber während des Prozesses immer leichter.
Und dann erhöht man die Temperatur weiter. Aber bei 55°C, 65°C, 72°C und 78°C hält man die Temperatur für 30 Minuten konstant.
Anschließend separiert man die Flüssigkeit durch ein Sieb von dem gekochten Getreide. Diese Maische verfüttere ich an die Schweine und Hühner.
Dann gibt man einen gehäuften Suppenlöffel Hopfenpellets in den Saft, kocht das Ganze für eine Stunde und lässt es auf Raumtemperatur abkühlen.

Stufe 2.) Erste Gärung
Man verbringt die Flüssigkeit gemeinsam mit der Hefe in einen Fermenter. Das ist ein Gefäß mit einem Gärröhrchen. Man kann das mit Schöpflöffel und Trichter, einem Schlauch oder einer geeigneten Pumpe tun. Rühren Sein gut durch und setzen Sie das mit Wasser gefüllte Gärröhren auf. Abhängig von der Raumtemperatur wird die Hefe nach ein paar Stunden anfangen zu gären und das Gärröhrchen anfangen zu blubbern. Das kann ein paar Tage dauern und sollte bis zu Ende laufen.

Stufe 3.) Das Abfüllen
Jetzt wird es heikel. Wenn man das Bier streng nach Deutschem Reinheitsgebot haben möchte füllt man es einfach in Flaschen ab und lagert es ´stehend´ für zwei Wochen. Beim Öffnen gibt es dann aber keinen ´Plupp´ da das Bier durchgegoren ist. Möchte man einen frischen ´Plupp´ so muss das Bier in der Flasche ein zweites Mal gären. Dazu muss man unmittelbar vor dem Abfüllen etwas ´Zuckerwasser´ (ein bis zwei Teelöffel aufgelöst in warmem Wasser)in den Fermenter gießen und gut umrühren. Ja nicht zu viel! Sonst werden die Flaschen explodieren. Aus dem Fermenter filtere ich dann das Bier, unter häufigem Rühren, in einen Behälter mit einem kleinen Ablaufhahn. Das macht das Befüllen der Flaschen leichter. Schöpfkelle und Trichter geht natürlich auch.
Im Fall, dass eine Flasche während der Flaschengärung platzt, war die primäre Gärung im Fermenter nicht beendet (zu niedrige Raumtemperatur) oder Sie haben zu viel Zucker zugegeben. Um die restlichen Flaschen und das darin enthaltene Bier zu retten müssen Sie alles Bier wieder in den Fermenter gießen und von dort wieder starten.

Stufe4.) Das Trinken
Das Bier sollte für 14 Tagen ruhen. Da sich am Boden der Flaschen ein Depot bildet sollten die Flaschen immer stehen. Vor dem Öffnen sollten sie die Flaschen nicht schütteln! Öffnen Sie eine Flasche vorsichtig und gießen Sie etwas Bier in ein oder zwei Gläser und dann gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn Sie das Bier möglichst klar haben wollen, sollten Sie mit dem vorsichtigen Füllen fortfahren und das Depot am Flaschenboden belassen. Der Bodensatz besteht aus Eiweiß und Hefe. Dies ist gesund für unsere Haut und Eingeweide – und schmackhaft. Aus diesem Grund schüttele ich die halbvolle Flasche und verteile die Hefe auf die Gläser.

Stufe5.) Prost!

Falls Sie Fragen haben wilfried@millvalleyfarm.net